Maxicode

Der Maxicode ist in der internationalen Norm ISO/IEC 16023 spezifiziert.

Die mit Abstand häufigste Anwendung findet sich auf den Paketaufklebern von UPS.

Es können 256 verschieden Zeichen kodiert werden. Davon sind die Codewortwerte 0-127 die Zeichen nach ANSI X3.4. Das sind dann alle 128 ASCII Zeichen

Die Codewortwerte von 128 - 255 sind die Zeichen gemäß ISO/IEC 8859-1, Latin Alphabet No.1.

Es wird eine dichtere Darstellung einer rein numerischen Kodierung angeboten. Dabei passen dann 9 Ziffern in 6 Codewörter.

Jedes Codewort besteht auf 6 Modulen die ein secheckiges Format haben. Dabei ist ein schwarzes Modul eine binäre 1 und ein weißes eine binäre 0.

Der Maxicode hat nur eine feste Größe die aus 884 Modulen besteht die in 33 Zeilen um das zentrale Suchmuster angeordnet sind. Die Ruhezone hat ein festes Maß mit einer Breite von 28,14mm und einer Höhe von 26,91mm. Es stehen 144 Codewörter für die Fehlerkorrektur und die Daten zur Verfügung. Es können maximal 93 alphanumerische oder 138 numerische Zeichen kodiert werden. Verglichen mit DataMatrix, QR-Code und Aztec ist das eine stark eingeschränkte Kapazität. Für die Fehlerkorrektur werden entweder 50 (standard) oder 66 (enhanced) Codewörter benutzt. Die Reed Solomon Fehlerkorrektur entspricht der Methode der anderen 2D Matrix Codes. Der Maxicode weist die Zeichensätze A, B,C, D und E auf. Das Konzept enspricht den Code 128 Zeichensätzen.

Die Codebreite darf nur zwischen 24 und 27mm Varieren. Die Die Codehöhe ist 0,9556 mal die Codebreite.

Die geringe Kapazität und die feste Vorgabe der Codegröße machen den Code unflexibel für universelle Anwendungen. Die anderen Matrixcodes sind da weitaus Leistungsfähiger. Die runden Suchmuster in der Mitte lassen sich mit typischen Etikettendruckern im Thermo- bzw. Thermotransferverfahren mit 200 oder 300 dpi nicht besonders gut drucken. Die 6-eckigen Module sind ebenfalls mit dieser Druckerklasse nicht besonders gut zu drucken. Die Druckerklasse ist aber auf der anderen Seite die häufigtste Wahl für den Druck von Versandetiketten.

Die eingeschränkten Möglichkeiten dieses Codes und die ungünstige Spezifikation für typische Etikettendrucker ist anzunehmenderweise der Grund dafür, dass im wesentlichen nur UPS als Erfinder dieses Codes den Maxicode auch benutzt.

Warum der Maxicode in einer ISO Norm spezifiziert worden ist, obwohl es eigentlich nur einen Anwender gibt ist nicht nachvollziehbar, da eine Normierung dazu dient einem breiten Anwenderkreis eine einheitliche technische Vorgabe an die Hand zu geben.

Als Empfehlung kann man daher sagen, dass man den Maxicode benutzt wenn man bestimmte UPS Pakteaufkleber erstellt und sich ansonsten bei den anderen etablierten 2D Matrixcodes wie Data Matrix, QR-Code oder Aztec Code bedient.