Code 93

Der Code 93 ist eine Codeart mit drei unterschiedlichen Strich- und Lückenbreiten. Es gibt 47 verschiedene Codewörter und dazu kommen je ein Startzeichen und ein Stoppzeichen.  Damit können die Zeichen A....Z, 0....9, - . $ % / +, das Leerzeichen und vier Shift Zeichen kodiert werden. Als Besonderheit weist das Startzeichen wie auch das Stoppzeichen je einen Strich mit einer Breite von 4 Modulen auf. Eine Zeichensatzauswahl wie beim Code 128 existiert nicht. Weitere Zeichen können mit Hilfe der vier Shift Zeichen kodiert werden. Ein Shift Zeichen und ein Datenzeichen wird vom Dekoder immer als ein neues Zeichen interpretiert und übertragen (siehe Code39 FullASCII Modus).  

 

Image code 93 pixelgenau
 

Diese Code 93 Grafik ist so gestaltet, dass ein Modul genau vier Bildpixel groß ist. Damit ist ein pixelgenaues Codebild entstanden dass jederzeit ganzzahlig größer skaliert werden kann ohne an Genauigkeit zu verlieren.
Die Breite der Ruhezone mit jeweils 10 Modulen ist durch den oben und untenstehenden waagerechten Strich angezeigt. Die Datenzeichen sowie das Start- und Stoppzeichen sind durch alternierende waagerechte Striche über den Code markiert worden. Jeder rotbraune bzw. gelbe waagerechte Strich markiert genau ein Codewort. Das darüberliegende blau-rote Muster zeigt alternierend je eine Modulbreite an.

Ein Codewort des Code 93 umfasst immer 3 Striche und 3 Lücken. Das Codewort beginnt mit einem Strich und hört mit einer Lücke auf. Das folgende Codewort beginnt wieder mit einem Strich. Eine Trennlücke wir bei dem Code 39 ist daher bei dem Code 93 nicht erforderlich.

Ein Codewort besteht immer aus 9 Modulen. Das Stoppzeichen umfasst 10 Module.

Links und rechts des Strichcodes muss ein heller Bereich freibleiben. Man bezeichnet diesen hellen Bereich als Ruhezone oder Hellfeld. Die Mindestbreite des Hellfeldes ist eine relative Angabe in Bezug auf die Idealbreite eines dünnen Striches (Modulbreite). Mindestens 10 x der Breite des schmalen Striches muss links wie auch rechts des Codes freibleiben. In Planungs- bzw. Designphase sollte immer eine Plustoleranz für die Ruhezonen eingeplant werden um Druck- und Positionstoleranzen zu berücksichtigen.
Der Code 93 muss zwei Prüfziffern beinhalten. Beide werden nach dem Modulo 47 Verfahren berechnet. Die Werte der Codewörter werden zur Prüfziffernberechnung multipliziert. Der Multiplikator gewichtet das Codewort. Die Wert des Multiplikors ist an jeder Stelle anders. Die beiden Prüfziffern unterscheiden sich in der Multiplikatorsequenz.

Der Code 93 war in einer ANSI Norm normiert: ANSI AIM-BC5. Diese ist zurückgezogen worden da es weder eine Normbestätigung noch eine Überarbeitung gegeben hat. Die AIM Spezifikation gibt es noch.
 

Die Zeichensatztabelle ist als Datei abrufbar.
Zeichensatztabelle Code 93 PDF-Format
Zeichensatztabelle Code 93 LibreOffice ODT Format
 

Die Anfälligkeit gegen zu kurzes Lesen ist deutlich geringer als bei dem  2/5i Code. Dies begründet sich dadurch dass das Startzeichen genauso aufgebaut ist wie ein Datenzeichen und keine Teilmenge eines Datenzeichens ist.  Zudem ist das Stoppzeichen mit 10 Modulen länger als die Datenzeichen und die Startzeichen. Das zu kurze Lesen erfordert daher beim Code 93 eine komplette Fehlinterpretation von Datenzeichen.

Im Vergleich zum Code 128 benötigt der Code 93 weniger Platz, wenn eine alphanumerische Kodierung vorliegt, die sich auf den Basiszeichensatz mit 43 Zeichen beschränkt. Sobald kleine Buchstaben kodiert werden müssen verliert sich der Vorteil des Code 93. Eine komprimierte, rein numerische kodiermöglichkeit, wie beim Code 128 existiert beim Code 93 nicht.