Codabar ANSI

Bei dem Codabar unterscheidet man zwischen der Codabar ANSI und der Codabar Monarch (auch Codabar 18) Version. Codabar Monarch ist eine Version die 18 verschiedene Strichbreiten benutzt, die fr√ľher mit einem schreibmaschinen√§hnlichen Drucker erstellt worden sind. Die Codabar ANSI Version mit nur zwei Strichbreiten ist die modernere Weiterentwicklung.

Die Normen EN 798 wie auch ANSI/AIM BC3 sind in der Zwischenzeit zur√ľckgezogen worden.¬† Es gibt noch die Spezifikation des Industrieverbandes AIM:¬†¬†

Codabar AIM Spezifikation  

√úblicherweise wird empfohlen diesen Code nicht mehr zu benutzen, da u.a. mit dem Code 128 eine wesentlich leistungsf√§higerer Strichcodetyp zur Verf√ľgung steht. F√ľr die Version Codabar Monarch hat es nie eine Norm gegeben. Dem Autor dieser Seite liegt eine Version der Spezifikation des Codabar Monarch aus dem Jahre 1981 der Firma Pitney Bowes vor.¬†¬†
 

Der Codabar kann nur die Ziffern 0 bis 9¬† und die Zeichen "$",¬† "%",¬† "+",¬† "-", "." und "/" kodieren. Ein Zeichen wird immer in 4 Strichen und 3 L√ľcken kodiert. Zwischen¬† den Zeichen ist immer eine L√ľcke (Trennl√ľcke, Intercharacter Gap)¬† enthalten damit der letzte Strich eines Zeichens nicht direkt, ohne L√ľcke, auf den ersten Strich des folgenden Zeichens anschlie√üt. Bei anderen Codearten ist das geschickter gel√∂st. Ein Zeichen endet z.B. mit einer L√ľcke¬† und beginnt mit einem Strich. Eine Trennl√ľcke wie dies beim Codabar (wie auch Code 39) zwingend ist wird dann nicht mehr ben√∂tigt.¬†¬†
Als Besonderheit weist der CODABAR die vier Buchstaben A, B, C und D als Start und Stoppzeichen auf. Um in der Anwendung eine bestimmte Steuerung zu erzeugen kann man z.B. A/D, A/A, D/C und weiteres als Start/Stoppzeichenpärchen benutzen.

 

Zeichensatztabelle Codabar
ZeichenBSBSBSBBemerkung
00000011 
10000110 
20001001 
31100000 
40010010 
51000010 
60100001 
70100100 
80110000 
91001000 
-0001100 
$0011000 
:1000101 
/1010001 
.1010100 
+0010101 
A0011010Start/Stopp
B0101001Start/Stopp
C0001011Start/Stopp
D0001110Start/Stopp


Eine 0 in der Tabelle steht f√ľr ein schmales Element und eine 1 f√ľr ein breites Element. Die Breite der breiten Elemente legt die Ratio fest. B steht f√ľr einen Strich und S f√ľr eine L√ľcke.¬†¬†

Anhand der folgenden Codebespiele wird der kompette Zeichensatz des Codabar gezeigt. Das obenliegende Raster aus blauen und roten Strichen zeigt das Modulraster an. Die rotbraunen, waagerechten Rechtecke markieren die Start- und Stoppzeichen und die Codew√∂rter. Zwischen¬† jedem Codewort ist die Trennl√ľcke zu erkennen, die sich als wei√üe L√ľcke bis zum Modulraster bewegt.¬†¬†
 

codabar  
 

Der folgende Code ist ein Beispiel das den vollständigen Zeichensatz codiert hat. Es wird das Startzeichen A und das Stoppzeichen B verwendet.  


codabar1  
 

Das folgende Bild entspricht dem vorhergehenden Bild. Der einzige Unterschied ist dass als Startzeichen C und als Stoppzeichen D benutzt wird.  


codabar2  
 

Die Start- bzw. Stoppzeichen A, B, C und D d√ľrfen innerhalb des Codes nicht verwendet werden da sonst der Dekoder den Codeanfang und das Codeende nicht ausreichend zuverl√§ssig erkennen kann.¬†¬†
 

Der Codabar geh√∂rt zu Kategorie der Codearten mit 2 Strichbreiten. Der breite Strich darf zwischen 2 bis 3 mal breiter sein als der d√ľnne Strich. Das Verh√§ltnis zwischen d√ľnnen und breiten Strich wird als Ratio bezeichnet.¬†¬†
Links und rechts des Strichcodes muss ein heller Bereich freibleiben. Man bezeichnet diesen hellen Bereich als Ruhezone oder Hellfeld. Die Mindestbreite des Hellfeldes ist eine relative Angabe in Bezug auf die Idealbreite eines d√ľnnen Striches (Modulbreite). Mindestens 10 x der Breite des schmalen Striches muss links wie auch rechts des Codes freibleiben.¬†¬†
Der Code kann eine Pr√ľfziffer beinhalten. Die alte¬† EN Norm EN 798 √ľberl√§sst die Definition dem Anwender und gibt die ISO 7064 als allgemeine Berechnungsvoreschrift vor. Die alte ANSI/AIM BC3 beschreibt eines Pr√ľfziffer die im Modulo 16 Verfahren berechnet wird.¬†¬†
 

Der Codabar ben√∂tigt etwas weniger Platz als der Code 39 weil nur 4 Striche und 3 L√ľcken (Code 39: 5 Striche, 4 L√ľcken) benutzt werden. Ein erweitertes Kodierschema wie "Full ASCII" beim Code 39 ist beim Codabar nicht vorgesehen.