Code 128

Der Code 128 ist eine Codeart mit vier unterschiedlichen Strich- und L√ľckenbreiten. Es gibt 103 verschiedene Codew√∂rter und dazu kommen 3 unterschiedliche Startzeichen und zus√§tzlich ein Stoppzeichen. Eine Besonderheit des Code 128 ist die M√∂glichkeit die Codew√∂rter zum Dekodieren unterschiedlich zu interpretieren. Damit k√∂nnen mehr als 103 verschiedene Zeichen kodiert werden. F√ľr rein numerische Kodierungen gibt es eine M√∂glichkeit in ein Codewort 2 Ziffern zu packen. Die Codew√∂rter mit den Nummern von 00 - 99 kodieren damit das jeweilige Ziffernp√§rchen. Der Vorteil ist der Platzgewinn. F√ľr 10 Ziffern werden nur 5 Codew√∂rter und nicht 10 Codew√∂rter ben√∂tigt.

Code 128 Bild

Diese Code128 Grafik ist so gestaltet, dass ein Modul genau vier Bildpixel groß ist. Damit ist ein pixelgenaues Codebild entstanden, welches jederzeit ganzzahlig größer skaliert werden kann ohne an Genauigkeit zu verlieren.    
Die Breite der Ruhezone mit jeweils 10 Modulen ist durch den oben und unten stehenden waagerechten gr√ľnen Strich angezeigt. Die Datenzeichen sowie das Start- und Stoppzeichen sind durch alternierende, waagerechte Striche √ľber den Code markiert worden. Jeder schwarze bzw. rote waagerechte Strich markiert genau ein Codewort. Die Breite eines Codewortes wird als P-Wert bezeichnet. Die beiden blauen Striche markieren das Start- und Stoppzeichen.

Die unterschiedliche Interpretationsm√∂glichkeit der Codew√∂rter wird Zeichensatz genannt. Es gibt den Zeichensatz A, Zeichensatz B und den Zeichensatz C. Der Zeichensatz C ist f√ľr die rein numerische Ziffernp√§rchenkodierung vorgesehen. Die drei Startzeichen hei√üen Startzeichen A, B und C. Diese Startzeichen weisen den Dekoder im Scanner an, die Codew√∂rter im Zeichensatz A, B oder C¬† zu interpretieren. Zus√§tzlich gibt es Umschaltzeichen die nach belieben im Code benutzt werden k√∂nnen. Diese Umschaltzeichen erlauben es innerhalb des Codes den Zeichensatz zu wechseln.

Moderne Coderstellungsoftware optimiert die Zeichensatzauswahl und den Zeichensatzwechsel im Code so, dass der generierte Code die kleinstm√∂gliche Anzahl an Codew√∂rtern benutzt. Eine Angabe, dass ein bestimmter Zeichensatz zu benutzen ist daher nicht notwendig. F√ľr den Dekoder ist Zeichensatzwahl transparent. Er liefert der Anwendung immer die richtigen Zeichen unabh√§ngig davon welcher Zeichensatz im Code benutzt wurde.

Ein Codewort des Code128 umfasst immer 3 Striche und 3 L√ľcken. Das Codewort beginnt mit einem Strich und h√∂rt mit einer L√ľcke auf. Das folgende Codewort beginnt wieder mit einem Strich. Eine Trennl√ľcke wir bei dem Code 39 ist daher bei dem Code 128 nicht erforderlich.

 Ein Codewort besteht immer aus 11 Modulen (die 11 Module sind wieder ein P-Wert). Das Stoppzeichen umfasst 13 Module.    

Links und rechts des Strichcodes muss ein heller Bereich frei bleiben. Man bezeichnet diesen hellen Bereich als Ruhezone oder Hellfeld. Die Mindestbreite des Hellfeldes ist eine relative Angabe in Bezug auf die Idealbreite eines d√ľnnen Striches (Modulbreite). Mindestens 10 x der Breite des schmalen Striches muss links wie auch rechts des Codes freibleiben. In der Planungs- bzw. Designphase sollte immer eine Plustoleranz f√ľr die Ruhezonen eingeplant werden, damit Druck- und Positionstoleranzen das Hellfeld nicht zu schmal werden lassen.¬†¬†¬†¬†
Der Code 128 muss eine Pr√ľfziffer beinhalten. Diese wird in dem Modulo 103 Verfahren berechnet.

 

Der Code 128 ist in einer ISO/IEC Norm normiert: ISO/IEC 15417. Die Zeichensatztabelle ist als Datei abrufbar.    
Zeichensatztabelle Code 128 PDF-Format    
Zeichensatztabelle Code 128 LibreOffice ODT Format

GS1-128 ist eine Anwendung des Code 128. Der Code 128 wird als Datentr√§ger f√ľr die Datenstrukturen nach Vorgaben der privatwirtschaftlich aufgestellten GS1 Organisation benutzt. Als Erkennungsmerkmal muss in diesem Fall das Code 128 Spezialzeichen FNC1 immer als erstes Zeichen im Code erscheinen. Ein h√§ufiger Fehler bei der Nutzung des Code 128 mit den Datenstrukturen der GS1 Organisation ist das Weglassen des Barcodezeichens FNC1.


 

Die Anf√§lligkeit gegen zu kurzes Lesen ist deutlich geringer als bei dem¬† 2/5i Code. Dies begr√ľndet sich dadurch dass das Startzeichen genauso aufgebaut ist wie ein Datenzeichen und keine Teilmenge eines Datenzeichens ist.¬† Zudem ist das Stoppzeichen mit 13 Modulen l√§nger als die Datenzeichen und die Startzeichen. Das zu kurze Lesen erfordert daher beim Code 128 eine komplette Fehlinterpretation von Datenzeichen.

Im Vergleich zum Code 39 benötigt der Code128 wenig Platz. Im Zeichensatz C wird ab etwa 10  Ziffern der Platzbedarf sogar geringer als beim Code 2/5 interleaved.